Grußwort 2021

Liebe Oberhausener*innen!

2021 wird ein besseres Jahr.

Diese Behauptung soll nicht als leere Blase bestehen, gemeinsam können wir es verwirklichen, indem wir rücksichtsvoll miteinander umgehen.

Betrachten wir Abstand als neue, gute Sitte, genau wie respektvollen Umgang zu unseren Mitmenschen. Und die Mund-Nasen-Masken als neumodisches Accessoire, welches vielmehr zur Gleichstellung der Geschlechter beiträgt als jegliche Versuche der Movierung in der deutschen Sprache.

Lassen wir uns von der Pandemie und ihren negativen Auswirkungen nicht beherrschen, richten wir vielmehr den Fokus auf die Zukunft und die positiven Erfahrungen, die wir aus der Pandemie mitnehmen dürfen, wie ein neu entdecktes Gemeinschaftsgefühl. Es kommt die Zeit nach Corona, die uns ein Aufblühen unserer Gesellschaft bescheren wird.

Damit dies auch in Oberhausen gelingt, braucht es jedoch mehr als leere Phrasen und das Beschönigen von Negativ-Trends, die Teil vieler Grußworte etablierter Parteien sind.

Diese Pandemie deckt eindeutige Fehlentwicklungen auf, die von der etablierten politischen Ordnung zu verantworten sind; deutschlandweit.

Der seit Jahren kontinuierliche Abbau unseres Gesundheitssystems zeigt uns gerade in der Pandemie Grenzen auf, die auch in Oberhausen seit Wochen immer deutlicher wahrzunehmen sind. Das medizinische Personal, von Krankenhelfern bis zu Ärzten, ist seit Wochen überlastet; was ein klares Indiz des “Sparzwangs“ aufzeigt. Lieferengpässe einiger Arzneien und fehlende Schutzausrüstungen verstärken das Bild. Weitere Krankenhausschließungen, wie z.B. die im Essener Norden, als auch städteübergreifende Versorgungsplanungen, machen die Brisanz dieser Fehlentwicklung deutlich.

OfB betrachtet die Grundversorgung in Oberhausen mit Sorge und wird die weitere Entwicklung intensiv beobachten.

Eine sehr wichtige aber ausgebliebene Entwicklung wird durch die Krise ebenfalls deutlich: Die bislang unzureichend umgesetzte Digitalisierung unserer Kommune. Ob Verwaltungsaufgaben oder Bürgerservice, ob interne oder externe Kommunikation, das, was in Oberhausen als “state of the art“ zu finden ist, würden manch ehemalige Entwicklungsländer als “Buschtrommeln“ bezeichnen. Hier muss kurzfristig gehandelt und nachgebessert werden.

Absolut unzureichend ist die Ausstattung Oberhausener Schulen. Auch hier fordert OfB eine dringende Aufwertung und Verbesserung, ob bei der räumlichen als auch der technischen Ausstattung.

Es gibt reichlich Dinge, die zu verbessern sind, lassen wir es sein Schuldige zu benennen und erarbeiten gemeinsam Lösungen, um unsere Stadt liebens- und lebenswerter zu gestalten.

Zum Ende unseres Grußwortes sprechen wir ein Lob an alle Bürger*innen Oberhausens aus.

Ihnen gehört unser Dank, da Sie alle diese enormen Einschränkungen mittragen und somit helfen, die Ausbreitung des Virus bestmöglich einzudämmen. Diese große gemeinschaftliche Anstrengung, die Sie alle bislang gut mitgetragen haben, ist hervorzuheben.

Ein besonderer Dank richtet sich an unsere Familien mit Kindern, die täglich von ihren Liebsten Disziplin einfordern müssen. Die vielen kleinen Mitmenschen, die weder Spielplatz, noch Sportstätte, Kita oder Schule aber auch die Freunde nicht besuchen dürfen, leisten einen besonderen Beitrag für die Gesundheit unserer Stadtgesellschaft.

Auch besonderen Dank widmen wir den älteren Schülern und Studenten, die trotz Corona diszipliniert an ihren Lernzielen weiterarbeiten, auch wenn diese durch unterschiedliche Hürden in der Krise erschwert zu erreichen sind. Haltet durch und glaubt an Eure Zukunft.

Euch, Ihnen allen wünschen wir ein gutes und glückliches 2021 und dass Sie alle gesund bleiben.

Das wünschen Guido Horn (Ratsmitglied der OfB), sowie der neue Vorstand und alle Mitglieder der OfB.