Wieder einmal am Bedarf und am Bürger vorbei

OfB kritisiert planloses Vorgehen bei Fahrradgaragen: Verwaltungsvorhaben ohne Bedarfsanalyse lässt Innenstadtbereich um die Marktstraße wieder leer ausgehen

Knapp eine Millionen Euro sollen die geplanten Fahrradgaragen im Bismarckviertel kosten. 100.000 Euro soll auch die Stadt beisteuern, damit Bürgerinnen und Bürger an den neuen Boxen unter anderem auch Lastenfahrräder ausleihen können. Für die Wählergemeinschaft Offen für Bürger (OfB) ist dieser Verwaltungsplan eigentlich eine gute Mobilitätsentwicklung für Oberhausen nur, „wieder einmal ohne die Bürgerinnen und Bürger und die Sicht auf deren Bedarfe erstellt“.

Wir bleiben dran – auch nach dem 13. September 2020

„Wir freuen uns ja über dieses Mobilitätsangebot, aber warum plant man nicht auch da, wo für jedermann sichtbar auch wirklich Bedarf besteht“, so OfB-Mitglied Klaus Otto. Während mit den geplanten Fahrradgaragen im Bismarckviertel nur Anwohner als Nutzergruppe angesprochen werden, könnten die Boxen und vor allem auch die Leihfahrräder im Bereich der Innenstadt auch durch Arbeitnehmer und Kunden genutzt werden. „Das wäre etwa für die Marktstraße, auf der es nicht einmal ausreichend Fahrradständer gibt, eine dringend notwendige Aufwertung“, argumentiert Otto.

Steuergelder nicht verschleudern

Eine Bedarfsanalyse und konkrete Zahlen wie etwa zu den geplanten Mietgebühren für die Boxen oder die Höhe der Leihgebühr für die Lastenfahrräder muss nun vorgelegt werden. Die OfB wird dieses Projekt intensiv beobachten, letztendlich geht es um Steuergelder. „Die Ausgaben und Folgekosten müssen intensiv besprochen und die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen einbezogen werden. Andernfalls verdeutlicht das erneut ein willkürliches und bürgerfernes Handeln der Verwaltung, ähnlich wie bei der Neugestaltung der Parkraumbewirtschaftung“, erklärt Klaus Otto von der OfB. “Wir brauchen keine Leuchtturmprojekte, Oberhausen benötigt echte Verbesserungen .”