OfB zum 1.Mai: Mehr als nur ein arbeitsfreier Tag

Auch wenn für viele der 1.Mai seit Jahrzehnten nur noch ein weiterer Feiertag im Kalender ist, so sei gerade angesichts der Corona-Krise daran erinnert, dass er mehr als das ist. Es ist der Tag aller arbeitenden Menschen in diesem Land: Der Busfahrer und Krankenschwestern, der Verkäuferinnen im Supermarkt und der LKW-Fahrer und vieler anderer mehr, die in den letzten Wochen durch ihre Arbeit dazu beigetragen haben, unsere Gesellschaft so sicher wie möglich durch diese beispiellose Krise zu führen. Und selbstverständlich gilt dies auch für all die kleinen Gewerbetreibenden, ohne deren unermüdliches Wirken wir sicherlich schlechter da stehen würden.

Arbeit und Engagement – hier schließen wir uns vorbehaltlos allen entsprechenden Forderungen an – müssen endlich angemessen entlohnt und bezahlt werden!

Groß ist die Sorge bei vielen Menschen, dass sie in Folge der Corona-Pandemie ihren Job, ihr Gewerbe und somit ihr sicheres Einkommen verlieren. Und dass sie es sind, die hinterher die Kosten für die Krise alleine schultern müssen. Hier ist die Politik gefordert, klare Signale zu senden, auf Bundesebene, auf Landesebene, aber auch auf kommunaler Ebene. Niemand darf zurückgelassen werden, denn nur gemeinsam werden wir die Folgen der Pandemie bewältigen. Hierfür braucht es neue, kreative Ansätze in der Politik und der Wirtschaft unter Einbeziehung der arbeitenden Menschen und auch jener, die durch die Krise ihre Arbeit verloren haben. Bürgernahe Sozial- und Arbeitsmarktpolitik kann nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden. Es braucht schnelle und unbürokratische Hilfe für die, die in Not geraten sind und neue Perspektiven für die, die ihre Arbeit verloren haben. Hierfür setzen wir uns entschieden ein.

Wir wünschen allen Oberhausener Beschäftigten einen kraftvollen Mai-Feiertag. Engagieren Sie sich! In Ihrem Betrieb, in Ihrer Gewerkschaft oder bei Offen für Bürger. Nur zusammen werden wir eine gerechte und solidarische Zukunft gestalten können!

Albert Karschti, Werner Nowak und Caro Cremer