OfB fordert Aufklärung zu Kaiser und Ganz-Areal

Seit mehr als fünf Jahren liegt das Grundstück im Herzen Sterkrades brach, jetzt verhandelt die Stadt ohne Einbezug der Politik über einen Verkauf, den der Bürger mit Steuergeldern rentable machen soll?, kritisiert Werner Nowak.

Aufklärung über die neusten Entwicklungen auf dem Kaiser und Ganz-Areal fordern Caro Cremer und Werner Nowak, die für Offen für Bürger in der Sterkrader Bezirksvertretung Politik machen: „Es ist schon nicht hinzunehmen, dass die Politik – nach Jahren des Stillstands auf dem Gelände – aus der Presse über die Pläne der Sparkasse erfährt, die das Grundstück offenbar kaufen und bebauen will“, kritisiert Nowak das Handeln der Verwaltung.

Hinterzimmer-Gespräche: Politik in die Irre geführt?

„Es ist allerdings ein starkes Stück, dass man gegenüber der Politik weiterhin angibt, es gäbe keinen neuen Sachstand“, verweist Nowak auf die halbjährliche Berichterstattung zur Beschlussverfolgung 2. Halbjahr 2019. „Man muss die Verwaltung offenbar gelegentlich daran erinnern, dass sie kein politisches Mandat hat“, bemerkt Nowak mit Bedenken einen schleichenden Abbau demokratischer Grundregeln.

Richtig wäre es aus Sicht von OfB gewesen, mit dem Gesprächspartner Stillschweigen zu vereinbaren und zuerst die Politik einzubeziehen. „Jetzt hat man in der Öffentlichkeit Hoffnungen geweckt und Druck erzeugt, ohne dass die Politik Gelegenheit hatte, das Vorhaben auf Herz und Nieren zu prüfen“, kritisiert OfB-Frau Caro Cremer die Vorgehensweise. Denn dem Bericht in der WAZ zufolge, soll die Stadt mit dem Geld der Bürger dafür bezahlen, dass der Investor Sparkasse auch Rendite machen kann. „Wir werden dieses Schwarzer-Peter-Spiel nicht mitmachen“, kündigt Cremer an.

Verwaltungsversagen: In Oberhausen soll der Bürger zahlen, damit Wohnungen entstehen?

Bereits seit vielen Jahren haben es die Verwaltung und OGM nicht geschafft, das Kaiser und Ganz-Areal in bester zentraler Lage der Innenstadt für Sterkrade weiterzuentwickeln. „Dabei herrscht in allen anderen Städten dank Niedrigzinsen Goldgräberstimmung. Jede Hundehütte wird anderswo mit hohen Renditen verkauft, nur in Oberhausen müssen Steuergelder herhalten, damit Wohnprojekte umgesetzt werden – und das in einer Top-Lage?“, kritisiert Cremer.

Schon 2017 beauftragte die BV die Verwaltung, „einen Plan zur schnellen Bebauung des ehemaligen Grundstücks von Kaiser und Ganz zu erstellen, entweder durch einen neuen Investorenwettbewerb oder die Präsentation eines Bauherren“. OfB hatte in der Vergangenheit mehrfach nach dem Stand der Entwicklung gefragt, „die Verwaltung hat es immer wieder wortreich verstanden, diesen Fragen auszuweichen. „Es ist jetzt endlich Zeit, den Sterkradern, die täglich auf diese Brachfläche schauen müssen, und der Politik konkrete Antworten zu geben“, hat der OfB-Vorsitzende Nowak für die nächste Sitzung am 6. Februar einen Sachstandsbericht eingebracht.