Mehr Gebührengerechtigkeit, weniger Müll

OfB will Abfallentsorgung künftig nicht mehr pauschal, sondern nach Gewicht abrechnen. Neues System soll Bürger entlasten und Müllmenge reduzieren.
Jeder Haushalt sollte für die Entsorgung der Müllmenge bezahlen, die auch tatsächlich in seiner Tonne gelandet ist. Mit dieser einfachen Rechnung will die Ratsgruppe Offen für Bürger (OfB) eine transparente, verbrauchergerechte und umweltschonende Abfallabrechnung einführen, die vor allem auch Anreize zum Einsparen von Haus- und möglichst auch Gelbe-Tonne-Müll schafft. Die Müllgebühren sollen dabei nicht pauschal nach Größe der Mülltonne, sondern nach der gewichtsgenauen Abfallmenge jedes Haushalts errechnet werden.

„Mit einem einfachen ,Weiter so‘ werden wir das Müllaufkommen in Oberhausen nicht reduzieren“, kritisiert OfB-Ratsherr Albert Karschti die aktuelle Müllsatzung und fordert eine klimagerechte und transparente Änderung des Systems. Das schone nicht nur Ressourcen und die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger, die dadurch mehr Kontrolle über ihre Müllabrechnung bekommen.
Der Zumüllung der Straßen entgegenwirken
Außerdem will OfB das Prinzip Mehrweg vorantreiben und die Gelbe Tonne anstelle von Säcken verpflichtend für jeden Haushalt einführen. „Die Herstellung von immer neuen Gelben Säcken verschwendet Energie und Ressourcen, die Säcke tragen zu mehr Müll bei. Gelbe Tonnen sind hingegen wiederverwendbar“, heißt es in einem entsprechenden Antrag der OfB. So könne auch der Zumüllung der Straßen entgegengewirkt werden, wenn Säcke aufreißen, durch Tiere beschädigt und vom Wind weggeweht werden.