OfB besorgt über Umgang mit Andersdenkenden

Ersetzt nun Gesinnungspolitik die inhaltliche Auseinandersetzung?

Die neuerliche Rücktrittsforderung der Linken (WAZ 25.11.2019) gegenüber Albert Karschti sieht Offen für Bürger mit Sorge: „Wir haben die Linke bereits am 16.11. zum Gespräch eingeladen.

Die gleiche Einladung haben wir in sozialen Netzwerken an alle Bürger ausgesprochen, die zu einem Artikel der WAZ über die Nominierung eines ‘Ex-Republikaners’ als Stellvertreter im Sportausschuss Fragen an uns haben könnten. Denn wir stehen zu allen Fragen für einen offenen Dialog bereit“, unterstreicht der Ratsherr.

Auf Einladungen nicht reagiert

Auf die mehrfach ausgesprochene Einladung hat die Linke nicht reagiert. „Wir fragen uns, ob die Forderung nach Aufklärung wirklich ernst gemeint war, oder sie dem Fraktionsvorsitzenden Yusuf Karacelik nur als Mittel diente, um die Partei nach innen zusammenzuhalten“, hinterfragt Karschti.

OfB distanziert sich ohne Wenn und Aber von extremistischen und anti-semitischen Gesinnungen sowie jedweder Diskriminierung, sei es des Geschlechts, Alters, der Religion oder politischen Meinung.

Scharfe Kritik übt OfB an der Berichterstattung sowohl der Linken als auch der WAZ. Es widerspricht ehrlicher Pressearbeit, wenn jemand für seine vor gut 20 Jahren hinter sich gelassene Vergangenheit heute öffentlich infrage gestellt wird, OHNE dass die Journalistin mit der Person überhaupt gesprochen hat. Karschti: „Ersetzt nun Gesinnungspolitik die sorgfältige Recherche und den menschlichen Umgang?“

Journalismus hat gesellschaftliche Verantwortung

„Dass die Presse den Namen nicht direkt ausgeschrieben hat, enthebt sie nicht der Verpflichtung einer gründlichen Recherche. Sich lediglich auf Google zu stützen entspricht nicht verantwortungsbewusstem Journalismus. Selbst das in diesem Fall angemessene Gespräch mit dem Betroffenen blieb aus. Hatte man Angst, dass die vorgefasste Schlagzeile dann nicht zu halten gewesen wäre?“, äußert sich Karschti besorgt zum Umgang mit vermeintlich Andersdenkenden.

„Der betroffene Mensch, sozial engagiert, gerade auch in der Flüchtlingshilfe, war seit Jahren Mitglied der Bürgerliste. Fordert Karacelik nun auch den Rücktritt von Frau Walther? In unruhigen Zeiten hat die Presse eine besondere gesellschaftliche Verantwortung – erst recht, wenn sie in dieser Stadt ein Monopol besitzt. Wir erwarten gutes journalistisches Handwerk statt platter Schlagzeilen.“