OfB will schnellen Steag-Ausstieg

Ratsgruppe sieht sich in alter Forderung nach Aktienverkauf bestätigt: „Haben damit genug Steuergeld in den Sand gesetzt.“

Eine vermutlich zweistellige Millionensumme könnte der Verkauf der Steag-Anteile in die Stadtkasse spülen.

Geld, das nach Ansicht von „Offen für Bürger“ so schnell wie möglich dem Stadtkonto gut geschrieben werden sollte. „Die Verwaltung muss jetzt prüfen, wie zeitnah die Aktien verkauft werden können und wie zeitnah der Stadtrat darüber entscheiden kann“, fordern Albert Karschti und Werner Nowak ein Abstoßen der zuletzt immer unlukrativer gewordenen Papiere. „Da ist die Stadt sehenden Auges mit in den finanziellen Abgrund gezogen worden“, kritisieren die beiden OfB-Ratsherren.

Über die Stadttochter EVO hält Oberhausen seit Ende 2010 sechs Prozent der Anteile des Steag-Mehrheitseigners, der Beteiligungsfirma KSBG. In den ersten fünf Jahren hat die Stadt noch von Ausschüttungen profitiert. Mit dem Kohle-Ausstieg sind die Gewinne eingebrochen, Dividenden sind aktuell und für die nächsten Jahre nicht mehr vorgesehen. Von dem ursprünglichen Ziel, die größte kommunale Erzeugungsplattform in Deutschland zu werden, kann keine Rede mehr sein.