Mit Ringbus oder Seilbahn gegen Centro-Staus

„Offen für Bürger“ macht Lösungsvorschläge gegen Verkehrs-Chaos rund um die Neue Mitte

Mit drei Ideen schaltet sich die Ratsgruppe „Offen für Bürger“ (OfB) in die Diskussion um stundenlange Staus am Centro ein: „Der Autoverkehr in Oberhausen hat ganz offenkundig

seine Grenzen erreicht, grundsätzlich müssen Alternativen gestärkt werden, die das Auto nicht mehr notwendig machen“, sagt Werner Nowak, OfB-Ratsmitglied und im Aufsichtsrat der Stoag.

Zum einen bringt Nowak erneut seinen Vorschlag ins Spiel, einen Ringbusverkehr zwischen den drei Städten Oberhausen, Essen und Mülheim einzurichten. Der Ringbus würde im Zehn-Minuten-Takt von der Essener Aktienstraße, Ecke Frintroper Straße bis zum Centro und anschließend über die Mülheimer Straße nach Mülheim bis zur Mülheimer Aktienstraße fahren. Dort schlösse sich der Kreis für Nowak: Die Haltestelle Aktienstraße würde zu einem wichtigen Knotenpunkt im Drei-Städte-Eck ausgebaut, die Nahverkehrsverbindungen zwischen allen Städten gestärkt. „Damit könnte man auf Straßenbahn-Leuchtturmprojekte für 90 Millionen Euro verzichten und stattdessen für ein Zehntel ein funktionierendes Bus-Netz aufbauen. Mülheim denkt bereits darüber nach, den Straßenbahnverkehr abzubauen.“

Vor drei Jahren hatte Nowak einen ausgearbeiteten Vorschlag in die Politik und in die Stoag eingebracht. „Leider ist dieser Vorschlag bisher nicht aufgegriffen worden“, bedauert Nowak. Jetzt gelte es aber, mit der Ruhrbahn Gespräche aufzunehmen, um eine mögliche Umsetzung zumindest zu diskutieren.

Zweitens plädiert der OfB-Ratsherr dafür, die weiter entfernten Parkplätze wie den am Niederrhein-Stadion einzubinden und diese Verbindung mit einer Seilbahn zu schaffen. Diese würde entlang von Emscher und Rhein-Herne-Kanal das Stadion, den Gasometer, Sea-Life, Aquapark, Metronom-Theater und Centro Haltestelle miteinander verbinden. Nowak sieht dafür viele Vorbilder: In der Stadt Ansbach etwa denkt man darüber nach, den Uni-Campus mit einer Seilbahn zu verbinden, in München soll die Seilbahn als günstiges Verkehrsmittel einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs ausmachen. „Oberhausen hätte damit eine weitere Attraktion und eine gute Alternative gewonnen.“